Risikobeurteilung

„Der Hersteller einer Maschine oder sein Bevollmächtigter hat dafür zu sorgen, dass eine Risikobeurteilung vorgenommen wird, um die für die Maschine geltenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen zu ermitteln. Die Maschine muss dann unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Risikobeurteilung konstruiert und gebaut werden" (Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang I)

 

Die Risikobeurteilung wird entsprechend der harmonisierten Norm

EN ISO 12100:2010 - Sicherheit von Maschinen — Allgemeine Gestaltungsleitsätze — Risikobeurteilung und Risikominderung

durchgeführt. Wenn das ermittelte Risiko über dem tolerierbaren Bereich eingestuft wird, müssen technische und organisatorische Maßnahmen durchgeführt werden, um das Risiko auf ein erträgliches Maß zu senken.

 

 

Risikograf

Zur Bestimmung der erforderlichen Risikominderung bei Maschinen wird der Risikograf der DIN EN ISO 13849-1 oder das Verfahren nach EN 62061 verwendet.

Beide Vorgehensweisen nutzen neben der Schwere der möglichen Verletzung noch Einstufungen zu:

  • Häufigkeit des Auftretens der Gefährdung
  • Möglichkeit der Abwendung der Gefährdung
  • Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Gefährdung

 

Risikominderung

Die erforderlichen Maßnahmen zur Risikominderung verteilen sich auf die einzelnen Phasen des Sicherheitslebenszyklus für das Produkt.

 

Die Phasen können dabei wie folgt eingeteilt sein:

  • Konzept
  • Entwicklung
  • Fertigungsvorbereitung
  • Fertigung
  • Inbetriebnahme, Installation
  • Betrieb
  • Modifikation
  • Außerbetriebnahme

 

Die Maßnahmen selbst können wie folgt unterteilt werden:

a) Organisatorische Maßnahmen

  • Projektorganisation
  • Organisation der Qualitätssicherung
  • Dokumentation

 

b) Technische Maßnahmen

Die technischen Maßnahmen betreffen die Verfahren der Entwicklung, die Bereitstellung von Hilfsmitteln, die Qualitätssicherung sowie die Prüfung von Hard- und Softwarekomponenten. Sie bilden den Kern der Maßnahmen im Entwicklungsprozess und werden in zwei Gruppen unterteilt, die sich in ihrer Art grundsätzlich unterscheiden.

Man ergreift während der Entwicklung konstruktive Maßnahmen, um von vornherein Fehler zu vermeiden. Analytische Maßnahmen helfen, systematische Fehler zu eliminieren. Die konstruktiven und analytischen Maßnahmen haben jeweils für sich gesehen eine eingeschränkte Wirksamkeit. Keine dieser Maßnahmenarten ist so wirksam, dass man sich auf eine allein verlassen kann.

 

Unsere Leistungen...

innotec übernimmt die Risikobeurteilung von Einzelmaschinen / komplexen Anlagen entsprechend den relevanten Normen

innotec identifiziert alle erforderlichen Maßnahmen zur Risikominderung für die einzelnen Lebensphasen

innotec unterstützt die kostengünstige und effektive Umsetzung der definierten Maßnahmen